Rhein-Ruhr-Halbmarathon 2016

IMG_11345Duisburg liegt direkt neben meiner Heimatstadt Düsseldorf. Und dennoch war ich bisher irgendwie nie auf die Idee gekommen, dort zu laufen. Im Frühjahr, das heißt bei mir April, laufe ich am liebsten einen der großen Marathons, z.B. Hamburg oder Rotterdam, oder zu Hause in Düsseldorf. Danach ist Marathonpause angesagt, bis Herbst.

Halbmarathons hatten mich früher eigentlich nicht interessiert. Doch seit dem Venloop 2015, bin ich ehrlich gesagt ein bisschen auf den Geschmack gekommen. Als langjähriger Marathoni, habe ich eine gute Grundlagenausdauer und 20km sind meine Lieblingstrainingsstrecke. Damit kann man jederzeit locker an einem Halbmarathon teilnehmen, auch ohne große Vorbereitung, und sich an einer schönen Strecke und tollen Stimmung erfreuen. Und so entschloss ich mich, mal Duisburg kennen zu lernen.

Duisburg ist eine kleinere Veranstaltung. Aber genau das mag ich. In Berlin zu laufen ist cool und ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen darf. Jedoch, fast 40.000 Teilnehmer, bedeuten auch Stress. Gedränge und langes Anstehen bei der Startnummernausgabe, Gedränge und Wartezeiten bei der Startaufstellung und man muss früh da sein, denn die Wege von der Kleiderbeutelabgabe bis zum Start sind weit.

Samstag Nachmittag, am Tag vor der Veranstaltung, fuhr ich nach Duisburg, um meine Unterlagen abzuholen. Was mich gleich sehr positiv überraschte, ist die sehr verkehrsgünstige Lage des Veranstaltungsortes. Nur ein paar Hundert Meter nach der Abfahrt von der A 59, ist man schon an der Schauinsland-Reisen-Arena. Dort befinden sich Start, Ziel und die Marathonmesse, mit der Startunterlagenausgabe. Parkplätze gibt es reichlich. Beste Voraussetzungen, um am Wettkampftag die Veranstaltung stressfrei und entspannt zu erreichen und auch wieder zu verlassen. Genau so war es dann auch.

Als ich am frühen Sonntag Morgen zu Hause noch den Hund raus ließ, hatte ich schon so meine Befürchtungen, was die Wettkampfbedingungen anbelangt. Es war sehr nebelig. Man konnte kaum 100m weit gucken und höhere Temperaturen waren für den Tag bereits angesagt. Schwüle drohte. In Duisburg angelangt, das gleiche Bild. Ich stellte das Auto ab, mischte mich gemütlich unter das Läufervolk und hielt den einen oder anderen Schwatz mit Bekannten aus der Läuferszene. Die ganze Zeit über hielt sich das Wetter noch bedeckt und die Temperaturen in Grenzen, bis zum Start. Deshalb entschloss ich mich, trotz der Wettervorhersage ein hohes Tempo zu versuchen. Mit einem Schnitt von 4.35/4:40 min/km legte ich los und fühlte mich ganz gut dabei. Doch Kilometer um Kilometer, kam immer mehr die Sonne heraus. Die Schwüle drückte, die Wärme zehrte, ab Kilometer 12 entschloss ich mich, dann doch das Tempo auf 4:50/4:55 zu reduzieren. Es gab nahezu keinen Schatten auf der Strecke, bis auf die letzten zwei, drei Kilometer, und deshalb kaum die Möglichkeit, zu verschnaufen. Einigen Läufern machten die Bedingungen so zu schaffen, dass sie schon sehr frühzeitig gehen mussten oder sogar ganz ausfielen. Im Ziel angekommen, war ich mit meiner 1:42 deshalb mehr als zufrieden. Ein großes Lob gilt dem Veranstalter, der mit sehr zahlreichen Versorgungsständen für die Hitzeschlacht hervorragend vorgeplant hatte. Ich trinke eher wenig, aber diesmal habe ich fast jeden Stand mitgenommen. Und das war auch nötig.

Was die Zuschauerzahlen anbelangt und die Stimmung an der Strecke, gehört Duisburg sicher nicht zu den Top-Veranstaltungen. Doch die familiäre Stimmung, die freundlichen Menschen, die gute Organisation und der schöne Einlauf in das Stadion, das Zuschauer kostenlos betreten dürfen, machen Duisburg zu einer liebenswerten Veranstaltung, die man auf jeden Fall einmal erleben sollte.

Alles Liebe und bleibt sportgesund!

Euer Andreas Binninger

Fisherman´s Friend Strongmanrun 2016

Cool war er schon, der Strongmanrun 2016. Nach 2015, war das bereits meine zweite Teilnahme an diesem Hindernislauf. Doch leider wurde er diesmal durch den Unfall meines Freundes und Geschäftspartners Dennis überschattet. Bei traumhaftem Wetter, reisten wir morgens zum Nürburgring an. Blauer Himmel, milde, nicht zu warme Temperaturen, perfekte Bedingungen … Weiterlesen →